Festival Journal

Engagement für lebenswerte Städte – AkzoNobel setzt sich für Kunst im Öffentlichen Raum ein

Der internationale Farben- und Lackhersteller AkzoNobel ist stolzer Hauptsponsor des CityLeaks Urban Arts Festivals in Köln – und das bereits seit dessen Anfängen 2011, als 40 Künstler aus aller Welt erstmalig mit ihren Aktionen Farbe in die Domstadt gebracht haben. Auch dieses Jahr fesseln das interaktive Programm und vor allem die Wandgemälde wieder viele Menschen. Das CityLeaks Journal sprach mit Marco Sicconi, Geschäftsführer der Akzo Nobel Deco GmbH über sein unternehmerisches Engagement.

Herr Sicconi, Sie sind bereits zum vierten Mal als Sponsor bei CityLeaks dabei. Wie verbinden Sie die Thematik des Festivals mit dem Unternehmen AkzoNobel?

AkzoNobel verfolgt das Ziel, urbane Lebensräume bunter und lebenswerter zu gestalten. Wir alle streben doch danach, nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu finden – für Bevölkerungs- und Städtewachstum, nachhaltige Stadtentwicklung, Klimawandel und Ressourcenknappheit. Die Unterstützung von CityLeaks – als ein Teil unserer Initiative Human Cities – passt hervorragend in dieses Konzept.

Der Titel, unter dem das CityLeaks Festival in diesem Jahr stattgefunden hat, lautet „Sharing Cities“. Kann sich AkzoNobel damit identifizieren?

Ja, absolut. Die Idee einer Stadt, die Ressourcen, Wissen und Erfahrungen gemeinsam nutzt und für die Gesamtheit ihrer Bewohner verfügbar macht, ist eng verbunden mit unserem Verständnis von unserer Human-Cities-Initiative, mit der wir beabsichtigen, urbane Gemeinschaften in aller Welt vom visuellen Erscheinungsbild, über Bildung und Infrastruktur bis hin zu Kunst, Kultur, Sport und Freizeit zu bereichern.

Was bedeutet Teilen im urbanen Raum für Sie?

Teilen hat in diesem Zusammenhang eine ganz wesentliche Bedeutung für uns. Unser Projekt „Benches Collective“, das wir ebenfalls im Rahmen unserer Initiative unterstützen, zielt darauf ab, Teile des öffentliche Raums – wenn auch nur temporär – in einen Treffpunkt für alle umzugestalten. Und zwar ganz einfach, indem Menschen Bänke aufstellen – auf dem Bürgersteig, im Park oder auf einem Marktplatz. Jeder „Bank-Gastgeber“ kann selbst entscheiden, was er auf seiner Bank teilt: eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen, eine Tanzstunde oder einfach nur den kleinen Teil des urbanen Raums zum Ausruhen. Seit 2014 wurden auf diese Weise 1.300 „Freiluftcafés“ in 17 Ländern geteilt.

Mit Ihrer Initiative sind Sie weltweit unterwegs. Unterstützen Sie als AkzoNobel auch weitere Projekte im Kölner Raum?

Neben CityLeaks haben wir unser Engagement für Kunst im Öffentlichen Raum noch deutlich ausgeweitet. Indem wir das regionale Kooperationsprojekt TRANSURBAN unterstützen, fördern wir Urban-Art-Projekte in ganz Nordrhein-Westfalen.
Mit der Human-Cities Initiative unterstützen wir aber auch kleinere, soziale Projekte. Diese werden häufig über unsere Mitarbeiter an uns heran getragen und von ihnen dann auch mit starkem persönlichem Engagement umgesetzt. Ein schönes Beispiel ist das Recycling Projekt einer Grundschule, bei dem über einen Schulwettbewerb Abfalltonnen mit unseren Farben gestaltet wurden. Die Tonnen wurden dann zum Sammeln von Leergut aufgestellt, dessen Erlös wiederum in die Neugestaltung der Mensa fließen wird. Die Kinder werden auf diese Weise zu gemeinschaftlicher Verantwortung und nachhaltigem Handeln motiviert. Das sind Projekte, die wir gerne unterstützen, weil sie eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und unserer Umwelt darstellen.

Wie könnten zukünftige Modelle für ein Miteinander in der Stadt aussehen?

Wir bei AkzoNobel haben eine klare Vision für die lebenswerte Stadt der Zukunft: Sie ist bunt und voller Leben. Sie bietet eine Infrastruktur, die Menschen und Waren schnell, sicher, kosten- und energieeffizient ans Ziel bringt. Sie schont Ressourcen und funktioniert klimafreundlich. Sie ist lebenswert für alle ihre Bewohner und bietet ihnen öffentliche Parks, Bildungsstätten sowie Begegnungsräume für Kommunikation, Sport und gemeinsame Aktivitäten. Ihre Bewohner identifizieren sich mit ihr und tragen aktiv dazu bei, dass ihre Stadt sich weiterentwickelt.

Wem gehört die Stadt?

Im Idealfall allen ihren Bewohnern, also den Menschen, die dort leben, lernen, arbeiten und sich für ihre Weiterentwicklung und Lebendigkeit engagieren.

Was ermöglicht und erfordert der urbane Raum im Zusammenleben?

Kreativität, Dialog und Gemeinschaft sind wichtige Voraussetzungen für lebenswerte Städte ¬und zugleich eines lebendigen Miteinanders. Dafür braucht es Begegnungsräume, Bildung sowie Inspiration durch Kunst und Farben. Schließlich hat die Verbesserung urbanen Lebens nicht nur eine funktionale, sondern eine emotionale Seite. Die Verschönerung von Gebäuden oder ganzen Stadtvierteln ist für ein lebendiges und lebenswertes urbanes Umfeld ebenso unverzichtbar wie die Optimierung städtischer Infrastrukturen.

Welche Ziele haben AkzoNobel und Human Cities für die Zukunft?

Weltweit wollen wir zur Verbesserung urbaner Gemeinschaften und ihres Lebensumfelds beitragen, Menschen zusammenbringen und zum gemeinschaftlichen Engagement für ihre Stadt inspirieren. Deshalb werden wir Human Cities immer weiter ausbauen. So werden wir zum Beispiel mit der NGO MasterPeace, die sich weltweit für kreative Friedensprojekte engagiert, einhundert Mauern in Städten überall auf der Welt farbig gestalten. Damit wollen wir Menschen verbinden, anstatt sie zu trennen.

Kritiker behaupten, dass Kunst und Kommerz nicht zusammengehören. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Kunst und Wirtschaft schließen sich nicht gegenseitig aus. Beide Seiten können voneinander profitieren. Unsere Zusammenarbeit mit dem Kölner Kunstverein artrmx e.V., der das CityLeaks Festival organisiert, sowie mit Künstlern weltweit nehmen wir als äußerst fruchtbar wahr. Nicht zuletzt, weil wir gemeinsam dasselbe Ziel verfolgen: Städte bunter und lebenswerter zu gestalten und Menschen dazu anzuregen, ihr Lebensumfeld selbst mitzugestalten.

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